invisi.gif (43 Byte)
Träume sind keine Schäume
Über die Bedeutung von Traumsymbolen

Die Analyse von Träumen beschäftigt die Menschheit seit Tausenden von Jahren. Schon die alten Ägypter und die Assyrier widmeten sich der Traumdeutung. Mit dem ausklingenden 19. Jahrhundert gewannen die sexuellen Interpretationen die Oberhand und verwirrten gleichzeitig das prüde Bürgertum. 1900 veröffentlichte der Psychoanalytiker Sigmund Freud sein Wert "Die Traumdeutung". Er hielt den Traum für eine Fassade, hinter der sich - in sexueller Verschlüsselung - unbewußte Impulse verbergen. C.G. Jung unterschied zwischen individuellen und archetypischen Träumen. Letztere treten nur in Phasen besonderer Schicksalsschläge oder Wendepunkten des Lebens auf. Alle anderen Träume befassen sich mit dem Alltag.

Im Schlaf können Probleme gelöst werden und sich auflösen. Ein Teil unseres Gehirns hat die Aufgabe, sich mit den Sorgen auseinanderzusetzen und am nächsten Morgen die langgesuchte Lösung zu präsentieren.

Träume haben aber noch viel gewichtigere Funktionen. Wer auf die Symbole achtet und vielleicht sogar ein Traumtagebuch führt, dem können auch Warnungen oder Ankündigungen erscheinen. Die Geschichte lehrt, daß Warnträume auch prominente Persönlichkeiten heimsuchten. Der amerikanische Präsident Abraham Lincoln träumte vor seiner Ermordung von seinem eigenen Tod.

Warnträume sind häufig sehr intensiv und bewegen den aktiven Träumer nachhaltig. Um Unheil abzuwenden und Warnungen zu erkennen, müssen die Symbole verstanden werden. Dazu gibt es zahlreiche Lexika, aber auch Psychologen, die bei der Analyse behilflich sind. Hier einige Beispiele:

 

Boa Constrictor = Diese Schlange symbolisiert in etwa den Teufel. Stürmische Zeiten stehen bevor, und Sie werden von der Menschheit enttäuscht.

Alligator = Wer von einem Alligator träumt, ohne das Tier zu töten, muß mit einer Pechsträhne rechnen. Ein Warntraum.

Blumen = Blühende Blumen im Garten verheißen Freude und Gewinn, wenn sie farbenfroh und frisch sind.

Zähne = Beobachten Sie, daß Ihnen alle Zähne ausfallen, sind für gewöhnlich Tod und Hunger gegenwärtig.

Blut = Blutgetränkte Kleider weisen darauf hin, daß Sie Feinde haben, die Ihre Karriere zerstören wollen. Vor neuen Freundschaften sollte man sich hüten.

Haare = Sehen Sie Haare weich und üppig fallen, steht Ihnen Glück bevor.

Umarmungen = Träumen Sie von einer Umarmung, machen Sie sich auf Enttäuschung in Ihren Liebesaffären und geschäftlichen Dingen gefaßt.

Trauung = Träumt eine Frau von ihrer Trauung, wird sie bald neue Beziehungen eingehen, die ihr Ansehen, Freude und Ausgeglichenheit bescheren.

Wasser = Klares Wasser verkündet, daß Ihnen erfreulicherweise Vermögen und Verngüngen zuteil werden.

 Corinna S. Heyn

 

Gustavus Hindman Miller, Traum-Symbole, 10.000 Träume erklärt und gedeutet, Ludwig/Südwest Verlag 1997.

Beryl Beare, Die Botschaft der Träume. Wie Träume zu uns in Bildern sprechen, Neff / VPM Verlagsunion Pabel Moewig 1996.

Bill Anderton, Zeichen der Zukunft, Neff / VPM Verlagsunion Pabel Moewig 1996.