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Gefährliche Rennbahn
Dick Francis mit seinem Thriller "Lunte"

In Dick Francis Roman "Lunte" dreht sich alles um den Pferderennsport. Im Mittelpunkt des Geschehens rangiert der altadelige Stratton-Clan, der im Besitz der Pferderennbahn Stratton Park ist. Lee Morris, ein 35jähriger Architekt und Kleinunternehmer wird durch seine verwandschaftlichen Verbindungen über seine Mutter zum Stratton-Clan in deren Erbstreitigkeiten und Intrigen nach dem Tod des alten Baron hineingezogen.

Ein Teil der Familie benötigt dringend Geld und will die vor dem Bankrott stehende Rennbahn verkaufen, andere wiederum wollen sie aufwendig modernisieren.

Lee Morris ist über seine verstorbene Mutter Anteilseigner und wird bis auf wenige Ausnahmen vom gesamten Clan gehaßt und nicht akzeptiert. Morris, der nach und nach in die düsteren Geheimnisse der adeligen Familie eindringt, wird zum Sicherheitsrisiko. Einige der vornehmen Strattons scheuen nicht davor, Morris tätlich anzugreifen und ihm nach dem Leben zu trachten.

Dick Francis erzeugt trotz der gleichbleibenden Handlung rund um die Erbauseinandersetzung einen Sog, der den Leser gefangen nimmt. "Lunte" ist keine leichte Kost, die schnell verdaut werden kann, sondern Literatur auf intellektuellem sprachlichem Niveau mit vielen Fachtermini.

Das Buch ist eine Mischung aus Roman, Milieustudie, Thriller und Detektivroman und sicher eine Freude für jeden Pferdeliebhaber oder Kenner der Architekturszene Englands.

Corinna S. Heyn

 

Dick Francis, Lunte. Diogenes 1997