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Mord im Hochhaus
Mysteriöse Selbstmorde geschehen in einem Hochhaus.

Auch der Ehemann einer jungen Werbeagentur-Besitzerin nimmt sich das Leben. Ellen Bischoff glaubt nicht an Selbstmord und nimmt die Ermittlungen zum Unmut der Polizei in eigener Regie auf. Der Autor vermag es, eine atemberaubende Spannung zu erzeugen, indem er sich in die Ängste einer verfolgten Frauen hinein versetzt. Mit wachsender Ungeduld verfolgt der Leser, wie sich immer mehr Verdächtige einreihen.  

Die Hauptdarstellerin findet heraus, daß in ein und demselben Haus bereits mehrfach Selbstmorde zu verzeichnen waren. Schon bald stößt sie auf eine Gemeinsamkeit der getöteten Personen. Realistisch ist das Bild der Polizei gezeichnet, die erst einschreitet, wenn Leib und Leben bereits massiv bedroht wurden. 

Immer wieder spürt Ellen, daß sie von dem unbekannten Mörder beobachtet wird. Doch Kommissar Kramer nimmt sie nicht ernst. Vielmehr möchte er die schöne Frau für sich erobern. Ellen verstrickt sich sosehr in ihre Vermutungen, daß sie sogar dem Kommissar für den Täter hält. 

Der Autor kann sich, bis auf ganz wenige Stellen, sehr gut in eine Frau hinein versetzen.

Das einzige, was wie an den Haaren herbei gezogen wirkt, ist der Plot. So spannend der gesamte Roman ist, das Ende ist enttäuschend. Wenig glaubwürdig ist die Schizophrenie des Täters, den die Protagonistin auch noch versteht. An dieser Stelle hätte sich Conny Lens etwas mehr Mühe geben können, diese Winkelzüge zu vermeiden. 

Alles in allem dennoch ein sehr spannender Krimi, der sehr schnell die Leserinnen werden kann.

Corinna S. Heyn

 

 Conny Lens, Bauer, Springer, Turm und Tod. Klein & Blechinger 1998.

16,90 DM.