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Wortspiele auf Zeit
"Haste Worte" ist ein Gesellschaftsspiel für Denker und Schätzer

"Haste Worte" erinnert trotz aufwendiger Ausstattung an das bekannte "Stadt, Land, Fluß"-Spiel aus Kindertagen. Sobald der leuchtendblaue Spielplan aufgeklappt, die Begriffskarten und die Spielfiguren plaziert sind, kann es losgehen.

Einer der Spieler, es soll der jüngste sein, beginnt einen der sechs Begriffe vorzulesen. Zu "Berufe beim Film, Begriffe rund um ein Testament, Männernamen mit höchstens fünf Buchstaben oder Schokoladenmarken" müssen den Spielern in einer per Sanduhr vorgegebenen Zeitspanne möglichst viele Wörter einfallen.

Das alles wäre nicht sonderlich einfallsreich, wäre da nicht die Spielregel. Jeder Spieler "tippt" mit seinen Tippkarten verdeckt die Anzahl der notierten Wörter, die er vorzulesen gedenkt. Derjenige, der die niedrigste Zahl angibt, liest zuerst vor. Identische Wörter werden gestrichen.

So kann es passieren, daß eine lange Liste von einfallsreichen Bezeichnungen gnadenlos zusammengestrichen werden muß und kein Vorrücken mit der Spielfigur möglich ist. Denn: die Crux ist, daß nur bei einer Übereinstimmung von Tipp und vorgelesenen Wörtern Schritte nach vorne möglich sind. Ungerecht? Es ist eben ein Spiel mit harten Regeln.

Wer Spaß an diesem Mix aus Ratespiel und Glückslotterie hat und gerne mit Wörtern umgeht, der soll sich daran versuchen. Bleistifte, Blocks und Sanduhr sind bereits in der Spielebox mit dabei.

Corinna S. Heyn

 

Haste Worte? Unterhaltungsspiel für drei bis acht Spieler ab 12 Jahren. FX Schmid 1997.